Umstandsmode als Ausdruck der modernen Zeit
Der Begriff Umstandsmode steht für einzelne Bekleidungsstücke, die speziell für schwangere Frauen geschneidert werden und besondere Rücksicht auf den zunehmenden Bauchumfang nehmen.
Dazu zählen vor allem die Umstandshosen, Umstandsshirts, Umstandskleider und Umstandsröcke. Außerdem gibt es jede Menge geeignete Miederware und einige besondere Schwangerschaftskleidungsstücke wie etwa die Bauchbänder. Diese besondere Modeform konnte sich allerdings erst durchsetzen, nachdem die Schwangerschaft als ein natürliches bzw. positives Ereignis wahrgenommen wurde. Und das war tatsächlich erst in den 80er Jahren der Fall. Noch Ende der 60er Jahre wurde der Bauch elegant kaschiert. Die Frau zeigte ihre Schwangerschaft nicht. Um den Bauch zu verstecken wurden ihr Hängerkleidchen, Hemdblusenkleider, weitgeschnittene Mäntel und ähnliches angeboten. Zur „Tarnung“ der Schwangerschaft wie es ausdrücklich hieß.
Ab den 80er Jahren wurde die Schwangerschaft zunehmend gesellschaftsfähig. Frauen mussten und wollten ihren Bauch nicht mehr länger verstecken. So konnte sich auch eine neue Modebranche entwickeln, die der Umstandsmoden, die dezent und chic ist und sich von normaler Kleidung oft nur wenig unterscheidet. Anfänglich noch sehr auf das Praktische bezogen, kam zunehmend auch der modische Pfiff dazu. Frauen wollten auch während der Schwangerschaft hübsch aussehen.
Heutzutage muss frau den Bauch nicht nur nicht mehr verstecken, sie ist sogar stolz auf ihn. Entsprechend wird der Babybauch über die Mode sogar betont, ja mit der heutigen Umstandsmode kann selbst ein nackter Bauch gezeigt werden. Und auch prominente Frauen scheuen sich nicht mehr ihre werdende Mutterschaft deutlich sichtbar vor der Kamera zu präsentiert.
Umstandsmoden haben mittlerweile sämtliche gesellschaftlichen Kreise erobert, ja sogar die Laufstege. Und dort werden sie ganz natürlich von schwangeren Modells vorgestellt.
--geschrieben von findur - Andreas Mettler - Webseite

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