Schmuck im alten Rom
Die Ausgrabungen in Pompeji haben einigen Aufschluss darüber gegeben, welchen Stellenwert Schmuck bei den alten Römern hatte und welche Personen Schmuck besaßen und ihn auch im Alltag trugen. Man hat Überreste von Menschen gefunden, die noch vor der Katastrophe, der Pompeji zum Opfer fiel, flüchten wollten und Schmuckgefäße in den Händen hielten. Das zeigt, dass der Schmuck einen hohen Stellenwert besaß. Von den in Pompeji gefundenen Menschen trugen allerdings nur etwa zehn Prozent Schmuck, und auch andere Funde unterstützen die Annahme, dass nur dieser geringe Prozentsatz der Menschen in den römischen Städten im Alltag Schmuck trug.
In den ersten Jahrhunderten gab es im römischen Staat strenge Reglementierungen, die die Menge an Gold, die eine römische Frau zeigen durfte, begrenzte, und sogar die Goldmenge in Grabbeigaben. Doch als der Reichtum Roms durch die Eroberung neuer Gebiete zunahm, wurden diese Begrenzungen des Schmuckbesitzes aufgehoben und jeder durfte sich mit oder ohne Schmuck präsentieren, wie er wollte und konnte. Nun wurde Schmuck neben der Zierde auch zu einem Zeichen für Rangunterschiede und Vermögen.
Doch nicht nur als Mittel zum Betonen der weiblichen Schönheit wurde Schmuck angesehen, sondern bestimmte Edelsteine hatten für die Römer auch eine symbolische Bedeutung. Jaspis sollte vor Übel bewahren und die Sehkraft stärken, saphir gegen Schlangenbisse schützen und Bernstein sollte gegen Kropf helfen. Bernstein wurde sogar in Pulverform eingenommen und für Gladiatoren diente Bernstein als Amulett.
In den letzten Jahrhunderten der Kaiserzeit in Rom galt Schmuck als Vermögensanlage, und als Mitgift für die Frau sollte er dazu dienen, der Frau eine finanzielle Unabhängigkeit zu sichern.
Der römische Schmuck ist überwiegen aus Gold, mit zunehmendem Reichtum Roms kamen auch Edelsteine und Perlen hinzu. Deren Beliebtheit haben die Römer aus östlichen Kulturen übernommen. Motive und Schmuckformen wurden vielfach auch von den Griechen adaptiert. Dies sieht man besonders an den Ziergemmen, die häufig hellenistische Themen zum Motiv haben.
--geschrieben von schmuckelster - Susan Mueller - Webseite

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