Formen der betrieblichen Weiterbildung
Die Zeiten in denen man in der Ausbildung für das Leben lernte sind vorbei. Betrachtet man heute den Arbeitsmarkt mit seiner Vielfältigkeit und Dynamik steht immer mehr das lebenslange Lernen im Vordergrund. Die Fortbildungen am Arbeitsplatz können da bei verschiedenste Formen annehmen. Neben klassischen Weiterbildungsmaßnahmen, wie z.B. Seminare und Informationsveranstaltungen, findet Fortbildung auch in Form von Umschulungen und selbst organisiertem Lernen statt. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln führt dazu jährlich eine Erhebung unter den Unternehmen durch. Im Jahr 2004 war demnach die häufigste Form der betrieblichen Weiterbildung am Arbeitsplatz die Schulung durch Kollegen und Vorgesetzte (79%). Als zweithäufigste Form wurde das organisierte Anlernen und Einarbeiten von neuen Kollegen angegeben. Ein zentrales Element der betrieblichen Weiterbildung besteht also aus der Weitergabe von Wissen der Mitarbeiter untereinander. Andere Formen betrieblicher Fortbildungsmaßnahmen, wie Job-Rotation, Workshops und Trainings werden in ca. einem viertel der befragten Unternehmen angewendet. Die Mitarbeiter halten sich aber auch selbst auf dem Laufenden, dies tun sie in erster Linie durch das Lesen von Fachbüchern und Fachzeitschriften. Für das Lernen in Eigenregie werden aber auch andere Medien eingesetzt. Rund ein Viertel der Betriebe setzt auf Computerunterstützung durch Leittexte und Lernprogramme. Inter- oder intranetgestütztes Lernen wird dagegen eher selten genutzt. Eine weitere Form betrieblicher Weiterbildung ist die Informationsveranstaltung, also den gegenseitigen Austausch mit externen Partnern auf Messen, Erfahrungsaustauschkreise und Fachtagungen. Diese form wird von ca. drei Viertel der Unternehmen genutzt. Zur Qualifizierung von Mitarbeitern werden aber auch in- und externe Lehrveranstaltungen wie Seminare und Lehrgänge eingesetzt. Beliebteste Form ist hier das Ein-Tages-Seminar.
--geschrieben von tmaue - Torsten Maue - Webseite

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